Über die PP-Reihe
Kunststoff-Membranenpumpe
Warum wird sie bevorzugt?
Kunststoff-Membranenpumpen (PP-Reihe) werden mit Polypropylen- (PP) oder PVDF-Gehäusen hergestellt und bieten gegen ätzende Chemikalien wie Säuren, Basen und Lösungsmittel eine Beständigkeit, die Metallgehäuse-Alternativen übertrifft. Von dem kompakten PP-02-Modell mit 1/4"-Anschluss bis zum hochdurchsatzigen PP-30-Modell mit 3" Durchmesser deckt die Serie mit sechs Hauptgrößen ein sehr breites Prozessspektrum ab. Die Serie bietet auch vertikal/seitlich angeschlossene Y-Varianten (PP 02Y, PP 05Y, PP 10Y); diese Modelle werden in beengten Einbauplätzen und wo Platzeinsparungen bei der Rohrleitungsinstallation gewünscht sind, bevorzugt.
Das Gesamtgewicht der PP-Reihe-Pumpen ist bei vergleichbarer Durchsatzkapazität deutlich geringer als bei äquivalenten Metallpumpen; das Transportgewicht des größten Modells PP 30 beträgt nur 49 kg. Diese Leichtheit erleichtert die Feldinstallation und reduziert Transport- und Umpositionierungskosten. Die strukturelle Trockenlauffestigkeit bietet sicheren Schutz in Prozessen mit starken Pegelschwankungen. Die pneumatische AODD-Architektur bietet einen natürlichen Vorteil in Gebieten ohne Elektroinfrastruktur oder in EX-Zonen.
PVDF-Gehäuseoption erweitert die Temperaturbeständigkeit und chemische Verträglichkeit der Pumpe weiter; besonders für Prozesse, die über die Grenzen des PP-Gehäuses hinausgehen – insbesondere gegen oxidierende Säuren (HNO₃, HClO₄), organische Lösungsmittel und verschiedene Fluorverbindungen – wird PVDF bevorzugt. Bei Anwendungen für die Lebensmittelindustrie garantiert die Kombination aus FDA-zugelassenem PVDF-Gehäuse und PTFE-Membran Produktreinheit und Freiheit von Spurenkontaminationen. Auf der Elastomer-Seite kann zwischen Santoprene, Neoprene, Buna-N (NBR), EPDM, FKM und PTFE je nach Flüssigkeit gewählt werden; diese Flexibilität macht die PP-Serie zu einer der am stärksten anpassbaren Membranpumpenfamilien.