Über die Hochdruckserie
Hochdruck-Membranpumpe
Warum wird sie bevorzugt?
Hochdruck-Membranpumpen sind eine speziell entworfene Serie, die die Förderhohe der Standard-AODD-Pumpe von 80 m auf 160 m verdoppelt. Mit Aluminium-, Gusseisen- und AISI 316L-Edelstahlgehäuseoptionen werden diese Modelle in der Chemie-, Petrochemie-, Farb- und Beschichtungs-, Abwasser- und Bergbauindustrie eingesetzt, um die Herausforderungen langer Rohrleitungen, Transfervorgänge in hohe Gebäude und Filterpressenfütterungskreisläufe zu bewältigen. Vier Größen, von der 1''-Anschlussvariante PP 100 bis zur 2,5''-Variante PP 300, erfüllen unterschiedliche Durchsatz- und Prozessanforderungen.
In einer Standard-AODD-Pumpe erzeugt ein Luftdruck von 8,4 bar einen Flüssigkeitsdruck von etwa 8,4 bar bei einem Verhältnis von 1:1, was einer Förderhöhe von etwa 80 m in sauberem Wasser entspricht. Die Hochdruckserie übertrifft diese Grenze mit ihrem 2:1-Druckverhältnis: Die Oberfläche beider Membranen wirkt auf eine einzige Flüssigkeitskammer und verdoppelt den Luftdruck. Der Lufteingangsdruck von 8,4 bar wird so in einen Flüssigkeitsausgangsdruck von ca. 16 bar umgewandelt und eine statische Förderhöhe von ca. 160 m bei sauberem Wasser erreicht - zum Preis einer etwa halbierten Fördermenge im Vergleich zu einer Standardpumpe. Dieser Unterschied ist ein entscheidendes Auswahlkriterium für die Übergabe auf ein Gebäudedach, ein Silodach oder einen Hochbehälter und für horizontale Rohrleitungen von mehr als 500 Metern.
Der breite Betriebstemperaturbereich von -18°C bis +100°C und die Trockenlaufbeständigkeit machen diese Pumpen in schwierigen Prozessbedingungen zuverlässig. Bei Filterpressenfütterungsanwendungen erfordert die zyklische Variabilität des Prozessdrucks eine kompatible Zusammenarbeit durch Druckadaption von Membranpumpen; Kreiselpumpen erleiden in diesem Szenario entweder Kavitation oder können keinen konstanten Durchsatz liefern. Hochdruck-Membranpumpen sind daher unverzichtbare Ausrüstung in Filterpressen-Zyklen.