Grundkenntnisse
Diaframmpumpe
Wie funktioniert sie?
Die Diaframmpumpe (Membranpumpe) ist eine Verdrängerpumpe, die Flüssigkeitstransfer durch die hin- und hergehende Bewegung eines elastischen Diaframms durchführt. Nach dem Verdrängungsprinzip fördert die Pumpe in jedem Arbeitshub ein festes und vorhersehbares Flüssigkeitsvolumen; diese Eigenschaft bietet besondere Vorteile in Anwendungen, die präzise Dosierung und Prozesskontrolle erfordern. Sie wird in Dutzenden von Industriebereichen wie Chemieverarbeitung, Lebensmittelproduktion, Abwasserbehandlung, Farbentransfer und Bergbau häufig bevorzugt.
Das Fördermedium kommt konstruktionsbedingt nicht mit mechanisch beweglichen Teilen in Kontakt; es berührt nur das Diaframm und das Pumpengehäuse. Diese geschlossene Bauweise bietet überlegene Dichtsicherheit und verhindert Kreuzkontamination des Fördermediums mit der Umgebung oder mechanischen Teilen. Dadurch können selbst abrasive, zähe, feststoffhaltige oder chemisch aggressive Flüssigkeiten sicher transportiert werden.
Der in Industrieanwendungen am häufigsten anzutreffende Typ sind Doppeldiaframmpumpen (AODD und EODD), bei denen zwei Diagramme auf einer gemeinsamen Welle synchronisiert aber in entgegengesetzter Richtung bewegt werden. Dieses Design ermöglicht sowohl ein gleichmäßigeres Durchsatzprofil als auch eine längere Lebensdauer der Komponenten. Sie werden in einer großen Palette von Größen und Kapazitäten hergestellt, von kleinen einfachen Diaframmmodellen bis hin zu großen industriellen Doppeldiaframmtypen.
Die richtige Wahl des Gehäuse- und Diaframmmaterials bestimmt direkt die chemische Kompatibilität, Lebensdauer und Sicherheit der Pumpe. Modelle mit Polypropylen (PP) oder PVDF Gehäuse bieten hohe Beständigkeit gegen korrosive Chemikalien, während Modelle mit Edelstahlgehäuse für strenge Hygienestandards in Branchen wie Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie geeignet sind.