7-Stufen-Auswahlmethodik
Systematische ATEX-Pumpenauswahl
Wie wird sie durchgeführt?
Die ATEX-Pumpenauswahl ist keine zufällige Produktrecherche, sondern ein Ingenieurprozess, der eine sequenzielle Bewertung von sieben miteinander verbundenen Kriterien erfordert, die mit der Gefahrenklasse des Feldes beginnen und mit den Gesamtbetriebskosten enden. Das Auslassen oder Fehlklassifizierung auch nur eines Kriteriums kann sowohl zu Unfällen führen, die die Sicherheit gefährden, als auch zu ernsthaften Straf- und Finanzhaftungen aufgrund von Gesetzesverletzungen.
Der Prozess beginnt immer mit der korrekten Bestimmung von Zone und Kategorie; ohne diese Bestimmung können keine Entscheidungen über Pumpenmodell, Motorklasse oder Materialwahl getroffen werden. Nach der Bestimmung von Zone und Kategorie werden die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Flüssigkeit eingehend analysiert; Parameter wie Viskosität, Dichte, chemische Aggressivität und Feststoffgehalt beeinflussen sowohl den Pumpentyp als auch die Materialwahl direkt.
Die Explosionsgruppenzuordnung ist der technischste Schritt der Kriterien: Das im Feld vorhandene Gas oder Dampf muss in die Gasgruppe IIA/IIB/IIC eingeteilt werden und die T-Klassifizierung muss berechnet werden. Wenn diese Zuordnung falsch durchgeführt wird, kann eine scheinbar zertifizierte Pumpe in der Praxis der Zündenergie der Umgebung nicht standhalten. Die sieben Schritte, vervollständigt durch Materialleitfähigkeit, Dichtungsdesign, Erdung und TCO-Bewertung, bilden einen universellen Auswahlrahmen, der auf ATEX-Feldern jeder Größe angewendet werden kann.