Pumpentyp-Auswahl
Welcher Pumpentyp sollte in ATEX-Umgebungen
gewählt werden?
ATEX-Zertifizierung bestimmt nicht die Auswahl eines Pumpentyps; sie dokumentiert lediglich die Eignung dieses Typs für explosive Atmosphären. Zoneneinstufung, Fluidzusammensetzung (Viskosität, Verschleißneigung, Feststoffgehalt), Fördermenge und Druckanforderungen sind die eigentlichen Bestimmungsfaktoren für die Pumpentyp-Auswahl. Verschiedene ATEX-Pumpentypen unterscheiden sich hinsichtlich dieser Parameter erheblich voneinander; die richtige Typauswahl ist sowohl für die Sicherheit als auch für die Prozesseffizienz kritisch.
Zentrifugalpumpen sind ideal für hohe Fördermengen und niedrige bis mittlere Viskosität, erfordern aber in Zone 0 sorgfältige Bewertung aufgrund des Leckagerisikos durch die Wellendichtung; magnetisch angetriebene (mag-drive) Versionen beseitigen dieses Problem und bieten leckagefreien Betrieb. Luftbetätigte Doppelmembran-AODD-Pumpen verwenden keine elektrische Energiequelle und haben daher einen natürlichen Sicherheitsvorteil in allen ATEX-Zonen einschließlich Zone 0.
Hochviskose Fluide bringen Schraubenpumpen in Raffinerien und Petrochemieanalgen in den Vordergrund; Schraubenpumpen, die für Explosionsgruppen IIB/IIC geeignet sind, sind unverzichtbare Ausrüstung dieses Segments. Peristaltikpumpen können in einem breiten ATEX-Spektrum einschließlich Zone 1+21 betrieben werden; ihre Trockenlauffestigkeit und die einfache Wartung durch Schlauchverlauf machen diesen Typ in Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie zur bevorzugten Wahl.